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Artikel zur Heraldik   Herold


Vorwort

Heraldik I   Einführung

Heraldik II.  Neulich im Büro..


Heraldik III.  Ein anderes Beispiel..

Heraldik  IV  Helme...

Heraldik  V  Helmdecke..

Heraldik  VI  Kann ich ein Wappen führen ?

Heraldik  VII  Wappen der Stände..

Heraldik  VIII  Bedeutet ein "von" immer Adel ?

Heraldik  IX  Wappenschwindel.

Heraldik  X  Richtlinien und Wappenführung

Heraldik XI  Was sind eigentlich Herolde?

Heraldik XII  FÄLSCHER am WERK!

Weiterführende Hinweise zur Heraldik habe ich in den beiden führenden Foren
für Ahnenforschung eingetragen ;
http://forum.ahnenforschung.net/forumdisplay.php?f=67
sowie unter :
http://forum.genealogy.net/forum/index.php?page=Board&boardID=142

und hier noch die Teil-Ausgabe eines Monats-Journals der Deutschen Bank :
     
Märzausgabe 2010 des Mitarbeiterjournals »X-press« der Deutschen Bank, S. 34-37: Der Artikel basiert u. a. auf Interviews mit Claus-J. Billet und Dieter Linder sowie auf einem in unserer Wappenrolle unter der Nummer 2449-02/10 registrierten Wappen für die Familie Ehrenhöfer, geschaffen von Walter Schnetzer.
Heft 03/10 X-press.pdf
 



sowie ein Handbuch zur Ahnenforschung und Heraldik :
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Ahnenforschung ist spannend und interessant: Woher kam meine Familie? Gibt es heute noch Verwandte, die ich nicht kenne? Schnell kann aus dieser Suche ein faszinierendes Hobby werden. Dieser praktische Ratgeber zeigt, wie man am besten vorgeht und gibt viele Tipps für die erfolgreiche Suche.

Im Buch sind Artikel veröffentlicht von Christian Benz, Claus Billet, Doris Reuter, Birgit Wendt und dem Herausgeber Sascha Ziegler.

Aus dem Inhalt:

* Warum betreibt man Ahnenforschung?
* Eine kurze Geschichte der Ahnenforschung
* Die ersten Schritte
* Wenn es nicht mehr weiter geht: Hilfe vom Profi
* Eine kleine Einführung in die Namenkunde (Onomastik)
* Die Entstehung der Familiennamen im deutschsprachigen Raum
* Heraldik - was führten die Vorfahren im Schilde?
* Ein eigenes Wappen für Ihre Familie
* Wichtige Archive und Institutionen kurz vorgestellt
* Ahnenforschung im Internet
* Ahnenforschung richtig organisieren
* Was ein Genealogie-Programm können sollte
* Veröffentlichung der Forschungsergebnisse

Link zum Shop

Auf gerade einmal 180 Seiten bringt das Buch alles Wesentliche rund um das Thema Ahnenforschung gekonnt auf den Punkt. Es macht richtig Laune, darin zu lesen und man kann es "auf einen Rutsch" lesen oder als Nachschlagewerk neben den Rechner legen. Viele Bereiche sind mit anschaulichen Screenshots bebildert, so dass man sich, z.B. bei Programmalternativen, rasch einen Überblick verschaffen kann.
Für weitergehende Infos sind Literaturempfehlungen sowie Links aufgeführt.

Mit diesem Buch sollte es jedem Leser gelingen, einen leichten und erfreulichen Einstieg in das Thema Ahnenforschung zu gewinnen.


( ....am Schluß dieser Seite noch PRESSE-Berichte )
( ebenso zum "Billet'schen Schlösschen" zu Offenburg )

Foto


Vorwort

Wappen und Ahnenforschung sind die Hauptbeschäftigung des freiberuflich tätigen Kunstmalers und Heraldikers Claus J. Billet. Das umfangreiche Wappenarchiv und die vielschichtige Berufserfahrung haben schon manchen Intressenten verblüfft.
Der Wunsch nach einem eigenen Wappen ist bei vielen groß, doch wie und wo gesucht werden muß, stellt einige vor ein Rätsel. In diesem Fall sollte sich der Interessent vertrauensvoll an den Heraldiker und Ahnenforscher wenden. Denn erst durch eine umfangreiche Beratung ergibt sich für den Kunden die Gewißheit auf dem richtigen Weg in die Vergangenheit seiner Familie zu sein.
Auch sollte vor der Erstellung eines Familienwappens zuerst geprüft werden ob nicht schon einer der Vorfahren ein Wappen eintragen ließ.
Dazu ist es allerdings unbedingt nötig sämtliche Unterlagen über die eigene Familie zusammenzutragen. Diese sollten soweit als möglich in die Geschichte der Familie zurückgehen.
Erst wenn diese Unterlagen zusammengestellt sind kann eine Überprüfung nach einem eventuellen früher eingetragenen Wappen erfolgen. Sollte diese Suche erfolglos sein, kann an die Erstellung eines neuen Wappens herangegangen werden.
Hierbei müßen vielfältige Überlegungen bedacht werden, denn dieses Wappen soll auch für zukünftige Generationen einen bleibenden Wert darstellen.
In diesem Zusammenhang kann auch die künstlerische Erstellung eines Stammbaumes oder einer Ahnentafel in Erwägung gezogen werden.
Doch trotz dieses oft nicht leichten Weges der Recherche, sollte man sich nicht scheuen, einen Blick zurück in die Vergangenheit der eigenen Familie zu wagen - denn die Geschichte lebt!

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Einführung in die Heraldik I.

Allgemein bekannte Symbole sind z.B. die Embleme der Fußballvereine – im Grunde nicht’s anderes als Abwandlungen von Wappen. Ebenso Markenzeichen von Firmen – der Stern von Mercedes oder die Ringe von Audi usw.. Durch das markante Symbol - welches immer gleichbleibend geführt wird – ist der Bekanntheitsgrad so gewachsen, daß der Blick darauf genügt um zu wissen mit welchem Verein, bzw. mit welcher Firma man es zu tun hat.
Natürlich haben sich hier im Laufe der modernen Zeit auch einige kleinere Veränderungen eingeschlichen die nicht’s mit der Heraldik, im eigentlichen Sinn, zu tun haben.
Dies ist jedoch unter dem Begriff „Marken " zu verstehen – der eine Abwandlung vom eigentlichen ursprünglichen Wappen darstellt. Eine Firma will sich „Markant“ darstellen !
Ebenso ein Verein. Das Vereinssymbol soll möglichst unverwechselbar und einmalig sich darstellen. Hierzu gibt der Gesetzgeber im Rahmen des „Markenrechts „ und weiteren Gesetzesbestimmungen genügend Gelegenheit dies urheberrechtlich zu schützen.
Auf dieses Thema werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch eingehen.
 
 

Wappenbeschreibung :

Die Beschreibung (Blasonierung) des Schildes beginnt in dem man zuerst die Farbe des Feldes meldet. Die Beschreibung beginnt mit der rechten oberen Ecke und zieht sich über das gesamte Schild bis zum linken unteren Feld.
Hier spielen natürlich die im Schild eingebrachten Symbole eine wesendliche Rolle.
Um die Sache etwas anschaulicher zu machen und nicht eine Unmenge grafischer Zeichnungen einzufügen werde ich der Einfachheit halber das vorliegende Wappen meiner Familie beschreiben.


Billet



Original – Blasonierung : (franz. )
D’azur,au chevron d’argent, accompagne en chef de deux moulinets ( marteaux d’arms )
Du neme emmanches d’or et en pointe d’une epee du meme.
(Conf. De nob. Juin 1714 )
 
So eingetragen in der Sammlung: Armorial de Chalon-en-Champagne,
 sowie weitere Wappen der Familie in anderen Sammlungen – wie Armorial General
 v. Rietstap und anderen Sammlungen.
Hinterlegt im franz. Staatsarchiv
 
Grobe Übersetzung:
In blauem Schild ein silberner Sparren begleitet von zwei Streithämmern (Reiterhammer )
und einem Schwert in Gold.
(Jetzt wundert mich auch nicht – wenn Freunde zu mir sagen :“ Du hast ja einen Sparren !“ )
 
Wie sich herausstellte ist die vorliegende Wappenzeichnung in Bezug auf die Zeichnung der Streithämmer nicht korrekt übereinstimmend mit der eingetragenen Originalzeichnung. In der vorliegenden Zeichnung hat der Wappenzeichner statt Streithämmer etwas undefinierte Hämmer eingebracht, die eigentlich mehr einer Axt gleichen. Da es sich aber um eine sehr alte Wappenzeichnung handelt und sinngemäß stimmt habe ich dies belassen und führe es so weiter.
Schild
Sehr gute und anschauliche Ausführungen zur Wappenbeschreibung findet Ihr im
„Handbuch der Heraldik – Wappenfibel„ von A.M.Hildebrandt
erschienen im Verlag Degener & Co., herausgegeben vom HEROLD, Berlin
ebenso
„Das große Buch der Wappenkunst„ von Walter Leonhard
erschienen im Weltbild Verlag, Augsburg
 
In beiden „Handbüchern“ ist sehr anschaulich und illustriert geschildert wie vielfältig die Wappenbeschreibung aufgegliedert ist.
Bei vielen herrscht leider die Vorstellung: „...da mal ich mir schnell ein Wappen !“
 - ohne die einschlägigen heraldischen Vorschriften zu kennen.
Hier kann ich nur empfehlen die vorgenannten „Handbücher“ genau zu lesen.
Die Heraldik ist vielseitiger als manche glauben.
Natürlich gibt es zu diesem Thema noch unendlich viel Fachliteratur.
Dies hier aufzuzählen würde aber den Rahmen sprengen. Daher nur – zum Einstieg –
die beiden vorgenannten „Handbücher“!
Fast jede heraldische Vereinigung hat in irgend einer Form die ihr wichtig erscheinenden
Merkmale der Wappenkunde publiziert. Es soll uns aber hier lediglich um die Grundzüge des Wappenwesens gehen. Anders lässt sich dies sonst nicht darstellen. Erfordert doch ein exaktes
wissenschaftliches Abhandeln der Heraldik unter Umständen ein jahrelanges Studium.
 
Bei verschiedenen Besuchen von  MA-Veranstaltungen habe ich zum Teil abenteuerliche „Wappen „ entdeckt – die zwar mit viel Mühe und Akribie entstanden sind – aber in keiner Weise mit Wappen im heraldischen Sinn zu tun haben. Ich meine hier nicht etwa die Schildfiguren der Wikinger, die Runen oder andere Symbolfiguren aus der Mythologie zeigen, sondern die Schilde von „Rittern „ die wohl aus Unkenntnis der Wappenkunde sich irgend eine Fantasiefigur aufgemalt haben. Hier bin ich dann sehr dankbar wenn andere
MA-Teilnehmer Ihrem Kameraden dezente Hinweise geben. Insgesamt betrachtet ist aber das Engagement der einzelnen Gruppen und Personen, was das Bemühen um genaue Kenntnis der Heraldik betrifft, erfreulich groß.
 
Machen wir uns Gedanken wie unser Wappen aussehen soll !
Was wollen wir darstellen ?
Was soll im Schild geführt werden ?



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Heraldik Teil II.

Iseler


       Neulich im Büro...

 

Kollege D.Raufgänger: „ Sag mal Stefan, gehen wir heute Abend ein Bier trinken ?“

Kollege St.Ilvoll: „Geht nicht, bin mit Elke Legant verabredet !“
 
D.Raufgänger spöttisch : „ Bei der E.Legant hab ich’s auch schon versucht, ist aber rausgeschmissenes Geld, als ich ihr nach Theater und teurem Essen meine Briefmarkensammlung zeigen wollte, da hat sie mich glatt stehen lassen...“
 
St.Ilvoll: „Abwarten..“
 

Später am Abend, nach dem Besuch der Oper und eines guten Restaurants im Dunkel vor der Haustüre....:

 
St.Ilvoll: „Darf ich Ihnen vielleicht bei einem Kaffee noch meine Ahnen-Tafeln zeigen...?“

E.Legant (überrascht ) :“Aber gern doch, wie kultiviert...(betont ) DAS nenn ich Stil...!“
 

Stimme aus dem ‚Off’ :

Wir wissen natürlich nicht, ob es an der Länge der Tafeln lag, dass Frl. E.Legant erst am nächsten Morgen die Wohnung verließ...
 
....aber wir empfehlen dringend einen Besuch bei
 
(markanter Tonfall )                          WAPPEN – BILLET

                            Ihr zuverlässiger Partner für Stamm-Bäume und Ahnen-Tafeln.

 Stimme aus dem ‚Off’ :

                                                       Ein Mann von Welt,
                                                           der auf sich hält,
                                            der wird nicht von den Opas schwafeln,
                                                 der zeigt uns seine Ahnen-Tafeln.
 
....so ähnlich kann es gehen wenn man der heimlich Angebeteten etwas besonderes bieten kann. Allerdings sollte man dann aber auch wirklich einen Stammbaum vorweisen können . Und ein Stammbaum  ist  auch die Grundlage für ein Wappen !

Wollen wir nicht alle wissen – woher wir stammen ! Wer waren unsere Vorfahren ?

Woher kommen diese ? Was haben diese für eine Vorgeschichte ? Gibt es ein Wappen unserer Vorfahren ? Fragen über Fragen !

Um dies zu klären ist es nötig erst mal alles zu sammeln was man über die eigene Familie  in irgend einer Form in Erfahrung bringen kann. Hier helfen auch Gespräche mit Onkeln und Tanten, mit Omas und Opas, fast jeder hat mal was gehört oder gelesen. Alte Familienbibeln ,Briefe und andere Schriftstücke geben Auskunft. Auszüge aus Kirchenregistern und Melderegistern der Gemeinden. Je mehr zusammengetragen wird um so genauer wird das Gesamtbild über die Familie. Wer nicht weiterkommt kann professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Erfahrene Ahnenforscher und Heraldiker bieten hier ihre Dienste an. Deren Anschriften kann man bei den Heraldischen Gesellschaften erfahren. Gewarnt sei hier allerdings vor den schwarzen Schafen dieser Branche. Leider gibt es hier zu viele die sich auf diesem Gebiet tummeln. Es ist darauf zu achten, dass möglichst nur solche ins Vertrauen gezogen werden die auch der deutschen Gerichtsbarkeit unterliegen. Leider haben sich Firmen aus dem Ausland – besonders den USA – hier einen gewinnbringenden Markt versprochen. Diese verkaufen an den ahnungslosen Interessenten die selben Wappen unter ein und dem selben Namen. Immer mit der Behauptung dies sei das für eben diese Familie das Familienwappen. Bei den deutschen Staatsanwaltschaften stapeln sich die Anzeigen.

Leider ist aber diesen Schwindlerfirmen mit unserer Gesetzgebung nicht beizukommen.

ACHTUNG :
Eine offizielle Staatliche Registrierung und Eintragung der Wappen, wie zu Kaisers Zeiten, gibt es nicht mehr !
Diese Aufgaben haben die eingetragenen heraldischen Vereine und Gesellschaften (e.V.) übernommen..

Der sicherste Weg einer Wappen-Registrierung ist über die deutschen heraldischen Gesellschaften und eingetragenen Vereine (e.V.) zu erreichen
Diese arbeiten ehrenamtlich und sind als gemeinnützlich anerkannt.
Zu einem der ältesten Vereine gehört sicherlich der "Herold" in Berlin, sowie der Verein "Kleeblatt",
der ebenfalls hervorragende publizistische Arbeit um die Heraldik liefert.
All diese Ausgaben der verschiedenen "Wappenrollen" der heraldischen Vereine stehen einträchtig nebeneinander in den Regalen des
Staatsarchivs, sowie in den verschiedenen Archiven der Uni.- und Landesbibliotheken der Länder.

Ich für meinen Teil bin Mitglied im "Interessenverband Deutscher Wappen"  
http://www.deutsche-wappen.org/
sowie in der "Heraldischen Gemeinschaft Westfalen"  
http://www.westfalen-heraldik.de
und in der Heraldischen Gesellschaft   "Wappen-Löwe"
http://www.wappen-loewe.de/index.html
die als seriöse "klassische" Wappenrolle anerkannt ist. 

Soweit mal das Allgemeine !
                                                                               Sommer
Nun aber zu den Wappen:
 
Was ist ein Wappen ? Ein Wappen stellt das Symbol einer Familie dar !

Wer sich im MA bewegt kennt dies. Aber wir bekommen immer mehr Besucher, die sich von uns Rat und Tat erhoffen in der Beantwortung vieler Fragen.

Deshalb versuche ich hier helfend aufklären !

Der Begriff WAPPEN kommt von WAFFEN. Der Schild war – und ist eine Waffe.
Er wird nicht nur zur Abwehr genutzt sondern auch zum Schlagen.

Um Freund und Feind unter der Rüstung besser zu erkennen hat es sich als vorteilhaft gezeigt
das Wappen auf dem Schild zu führen. Diese Wappen wird in seiner Beschreibung immer vom Träger aus geschildert. Dies bedeutet – wenn der Träger sagt: „in meinem Wappen ist oben rechts ein Löwe !“ – dass der Betrachter des Wappens den Löwen oben links sieht !

Die „Wappen-Sprache“ wird als Heraldik bezeichnet. Sie stellt , wie viele Hilfswissenschaften, eine eigen Kunstsprache dar. Oft werden auch französische Begriffe einfließen, da die französischen Wappenbeschreibungen (Blasonierung ) noch heute allgemein üblich ist.

Grundsatz der Heraldik ist: die Beschreibung der Wappen soll kurz, deutlich und so aussagekräftig wie möglich sein.

Auf Grund einer eindeutigen Wappenbeschreibung soll ein heraldischer Zeichner das Wappen
in seinen Grundzügen  aufreißen ( zeichnen )können.

 
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Heraldik - Teil III.


Hacker



...oder ein anderes Beispiel :

 

Ein Interessent meldet sich bei mir und möchte wissen ob für seine Familie irgendwo ein Wappen eingetragen ist.

Sein Familienname ist „Hacker“. Nun kann ich natürlich in den einschlägigen Wappen- Sammlungen nach diesem Namen suchen – aber – hier gibt es unzählige Familien mit dem selben Namen . Welches Wappen gehört nun zu seiner Familie ?

Man darf nicht einfach eines dieser eingetragenen Wappen herauszusuchen und  behaupten dies ist das „meiner“ Familie. Das wäre ja recht einfach – ist aber nicht erlaubt !

Die eingetragenen Wappen sind geschützt. ( § 12 BGB – Namensrecht )*

*Hierzu folgen später noch Erläuterungen.
 

Hier muß nachgewiesen werden, dass diese Person in der männlichen Stammesfolge tatsächlich zu dieser wappenführenden Familie gehört.

Oder möchte jemand sich mit „fremden Federn“ schmücken ?

Sollten nachfolgende Generationen irgendwann feststellen, dass hier über lange Zeit in dem Irrglauben gelebt wurde: „ dies ist "unser Wappen „ ?.

Wohl kaum !

Also ist es besser wir suchen in unseren Familienpapieren nach Anhaltspunkten.

Dazu ist es aber notwendig sämtliche Familienangehörige der männlichen Stammfolge aufzulisten. Mit möglichst genauen Angaben über : Geburtsort, Geburtsdatum, Land, Landkreis, Beruf, Hochzeitsdatum,  Ehefrau, Religionszugehörigkeit, Sterbedatum, Sterbeort, Kinder, - einfach alles was irgendwie in Erfahrung zu bringen ist.

Je mehr Anhaltspunkte vorhanden sind – um so besser.

Auf Grund dieser Daten kann eine Suche in verschiedenen Archiven erfolgen.

Es sind schon sehr oft die erstaunlichsten Familien-Chroniken auf diese Art und Weise ausgegraben worden.

Im vorliegenden Fall war die Suche anfänglich recht kompliziert da nicht allzu viele Angaben vorhanden waren. Auch stellte sich im Laufe der Suche heraus, dass eine Kindesannahme eine Namensänderung beinhaltete.

Da kann eine Suche schon mal ins Stocken geraten.

Geduld ist hier eine Tugend.

 

Aber letztendlich kamen wir zu einem Ergebnis :

Die Familie „Hacker„ stammt ursprünglich aus Oesterreich (1871). Der jetzige Wohnsitz der Familie ist in Hessen. Und in der etymologischen Namensbetrachtung ist festgestellt:

Berufsname zu mittelhochdeutsch: Hauen, Hacken.

Mittelniederdeutsch: Hecker, Hacker – Holzhacker, Weinhacker - Weinbauer.

Bayrisch – Oesterreichisch: Fleischhacker, Metzger.

Eine Wappeneintragung dieser Familie lag nicht vor.

Nach den umfangreichen Recherchen hat sich der Kunde entschlossen ein eigenes Wappen entwickeln zu lassen.
 

 

In der Wappengestaltung kam folgendes zum Entwurf:

Die Streitaxt im ersten rechten Feld deutet auf den Familiennamen hin.

Im linken oberen Feld wurde als Zeichen der Geschlechterabstammung der alte 1430 verwendete doppelköpfige Adler von Oesterreich-Ungarn verwendet.

Im linken unteren Feld als Zeichen des Familiensitzes wurde der hessische Löwe gewählt.
 

 

Die Blasonierung (Wappenbeschreibung):

Gespalten; vorn in blau eine goldene Streitaxt, hinten Gold-Blau geteilt,

oben der doppelköpfige österreichische Adler, unten ein aufrecht stehender hessischer Löwe.

Auf dem Helm mit blau-goldenen Decken eine goldene Laubkrone, darin – nach rechts gewendet – wachsend ein rotbewehrter und gezungter silberner Löwe, in der rechten Pranke eine goldene Streitaxt haltend.
Begleitet von einem offenen Flug „Adlerschwingen“, blau-gold übereck geteilt.
 
Als Wappenstifter wurde der Auftraggeber und seine Ehefrau genannt.
 
Unter Entwurf und Gestaltung wird dann meine Wenigkeit genannt.
 
Ebenso ist vom Wappenstifter die Führungsberechtigung festgelegt

..und zwar : „Der Wappenstifter und seine Ehefrau, sowie alle ehelichen Nachkommen, solange sie den Familiennamen führen."
 
Dies alles ist dann eingetragen in der Wappenrolle des „Wappen – Löwen„
unter der Register-Nr.: 2247 – 07/02 vom 22.Juli 2002
 
Damit ist dieses Familienwappen urheberrechtlich geschützt und gehört einzig und allein dieser Familie. Eine Verwendung oder Nutzung diese Wappens durch Unbefugte kann juristisch verfolgt werden .
Ich kann also nur davor warnen sich irgend ein „schönes Wappen“ aus einer Sammlung herauszusuchen und für eigene Zwecke zu verwenden.
   

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Heraldik - Teil IV.

Clauer



Die vorgenannten Wappengestaltungen sind nur Beispiel für die vielfältigen Möglichkeiten. Komplizierter wird es natürlich wenn eine entsprechende Anzahl von wappenführenden Familien sich in einem Großwappen vereinen wollen.

Beim entwerfen von Wappen sind natürlich einige zeichnerische Grundsätze
sowie heraldische Regeln zu beachten.
Das Vollwappen gliedert sich auf in Wappenschild und Oberwappen.
Das Oberwappen beinhaltet den Helm und die Helmzier.
 
Fangen wir einfach mal oben an:
 
Der Helm.

Die in der Heraldik aufgezeigten Helmformen unterscheiden sich nicht nur in der Form als solcher, sondern sie drücken auch ihre Zeit aus.
 
Der Topfhelm wurde in der Zeit des 12. Jh. getragen und stellt den in der Heraldik gezeichneten ältesten Helm dar. Sein besonderes Merkmal ist die abgeflachte Kopfplatte.
 
Der Kübelhelm ist in der Zeit vom 13. Jh. bis ca. 14. Jh. anzusiedeln.
Dieser war schon mehr der Kopfform angepasst und hatte eine gewölbte
Kopfplatte die aus mehreren Teilen ( schmiedetechnisch ) zusammengesetzt war.
 
Der Stechhelm, ( 14. – 15. Jh. )genannt nach seinem etwas hervorgezogenen Gesichtsschutz, war in der Kopfplatte etwas flacher gehalten und hatte als erster Helm einen Halsschutz. Die vorigen Helme saßen lediglich auf dem Schädel, während hier eine Verbindung zum Körper gesucht wurde.
 
Der Bügelhelm ( ab ca. 16. Jh. ) war die technische Weiterentwicklung des Stechhelms. Hier war der Hals und die Schulter teilweise mit einbezogen.
Das besondere Merkmal war jedoch der Gesichtsschutz. Erstmalig wurde das Gesichtsfeld erweitert und durch Spannbügel überbrückt und geschützt.
 

Hier ist also darauf zu achten welche Helmform wir in unserer Wappenzeichnung berücksichtigen müßen. Das heißt:

Wenn die Ahnenreihe des Wappenstifters sich auf einen Vorfahren aus
dem 14. Jh. zurückführen lässt, kann er den Stechhelm in der Zeichnung aufführen. Dieser ist auch der heute noch gebräuchlichste Helm in der Heraldik.

Den Bügelhelm können wir nur einsetzen wenn wir nachweisen können, dass im Stammbaum der Familie ein geadelter Vorfahre auftaucht.

Grundsätzlich sollte der Bügelhelm, nach meiner Auffassung,  in der Heraldik dem Adel vorbehalten bleiben.
Dieser Grundsatz wird allerdings, von Wappenrolle zu Wappenrolle, verschieden ausgelegt und behandelt da es eine verbindliche Regelung nicht gibt.

 

Die Helmzier:

Hier muß darauf geachtet werden, dass in der zeichnerischen Darstellung immer die Blickrichtung des Helms entscheidend ist. Ist der Helm nach rechts gewendet muß auch die Helmzier nach rechts gewendet sein.

Leider findet man in Sammlungen des öfteren noch Abbildungen von Wappen
bei denen der Helm nach rechts gewendet ist, die Helmzier aber nach vorne ausgerichtet ist. Dies ist nach heraldischen und zeichnerischen Grundsätzen falsch.  Auch sollte in der Darstellung die Helmzier immer fest mit dem Helm verbunden sein und nicht freischwebend „umhergeistern“.

Die in manchen Sammlungen dargestellte „freischwebende“ Helmzier ist meist englischen Ursprungs. In England war es üblich die Helmzier in der zeichnerischen Gestaltung „schwebend“ darzustellen. Diese meist als Wulst dargestellte „Crest“ wird auch häufig als „Badge“ ohne Schild verwendet.

Im tatsächlichen Turniergebrauch waren die vielgestalteten Helmzierden aus Leinen und leichtem Drahtgeflecht oder anderen Materialien fest mit dem Helm verbunden. Logischerweise war nach einem Kampf nicht mehr viel davon übrig und musste ersetzt werden. Auch waren diese in der tatsächlichen Größe nicht mit der in der heutigen zeichnerischen heraldischen Wiedergabe zu vergleichen.

Die Größenverhältnisse der Darstellungen haben sich mit Beginn des 16. Jh. erst zu dem noch heute üblichen Zeichenstil gefestigt.


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Heraldik -  Teil V.

Stier


Die Helmdecke:

Ist eigentlich nicht’s anderes als ein Sonnenschutz.
Seht Euch die Araber an, die Beduinen – sie tragen heute noch den
Kopf – und Nackenschutz gegen die starken Sonnenstrahlen.

Um wie viel stärker musste der Hitzestau in einem Helm sein.
Um diesen zu mildern wurde ein leichtes Tuch über den Helm gestülpt. Damit es nicht andauernd vor dem Sichtschutz herumflatterte wurden die Enden des Tuchs einfach geschlitzt und an Schulter oder Arm befestigt. Aus dieser „gesplissten „ Helmdecke wurde dann in der heraldischen Zeichnung der heute noch übliche ornamentale Stil.
Oftmals wurden die Helmdecken auch mit Fransen, Trotteln, Quasten
oder sogar mit Glöckchen versehen.

Wappenbilder aus der Barockzeit zeigen teilweise derart „verschnörkelte „ Ranken und Rollen, daß beim besten Willen keine Decke mehr zu erkennen war.

Bei der zeichnerischen Darstellung hat sich in der Heraldik durchgesetzt, daß zum Kübelhelm nur tuchartige Decken mit glatten oder „gezattelten „ Rändern gezeichnet werden.

Beim Stechhelm oder Bügelhelm können die etwas stärker gesplissten Formen Verwendung finden.
Nicht erwünscht ist lediglich die Abwandlung der Helmdecke in Formen wie Blumen oder Rankengewinde.

Ansonsten ist die Gestaltung der Helmdecke dem Zeichner überlassen.
Bei der Darstellung von wachsenden Helmzierden, wie z.B. Figuren, Köpfe oder Rümpfe kann die Helmdecke durchaus auch als Verlängerung gezeichnet werden. Falsch dagegen ist, Helmdecken
o h n e  Helm darzustellen und diese über dem Schild „schwebend „ zu zeichnen.

Die Farben der Helmdecke werden aus dem Schild entnommen.
Lediglich in der älteren Heraldik sind einige Beispiele überliefert in der diese Übereinstimmung nicht gegeben ist.
Da sich im Schild in der Regel Farbe und Metall wechseln wird dies auch in der Helmdecke angewandt..
Allgemein wird die Außenseite der Helmdecke in Farbe, das Futter der Innenseite in Metall dargestellt.
Die Aussage soll  nach Möglichkeit klar und eindeutig sein. Daher ist es wünschenswert die Farben im Schild auf wenige zu beschränken.

Es kann bei „gespaltenen oder gevierten  Schilden „ die Decke von der Mitte des Helms abgeteilt und der rechten Seite andere Farben und Metalle als der linken Seite gegeben werden. (wechselseitig)
Hier wird nach den Regeln der heraldischen Courtoisie der rechten Seite, als der vornehmeren, die Hauptfarbe des Schildes eingeräumt.

Auf vielen Wappen ruht die Helmzier auf einem Wulst  auch Bausch oder Bund genannt.
Dieser Wulst  besteht aus dem Stoff der Helmdecke und ist daher in den selben Farben (wechselseitig) darzustellen.
Es bleibt den jeweiligen Familien, deren Wappen einen Wulst tragen,  unbenommen von diesem keinen Gebrauch zu machen.
 

 


 
Rang- und Würdenabzeichen

 

 
Seit ca. dem16. Jhdt. entwickelte sich in der Heraldik des Adels die Anwendung der Rangkronen. Im Gegensatz zu den Helmkronen werden diese Rangkronen direkt auf den Schildrand gesetzt.

Dies ist in den einzelnen Ländern jedoch durchaus verschieden.
           

Die Bewertung der einzelnen Rangstufen ist durchaus unterschiedlich.

Seit 1918 sind in Deutschland, in Übereinstimmung mit dem bis dahin bestehenden Adelsrecht, nachstehend aufgeführte Rangkronen gebräuchlich geworden:

 
Allgemeine Adelskrone
Freiherrenkrone
Grafenkrone
Fürstenkrone
oder Fürstenhut
Herzogskrone
oder Großherzogskrone
Königskrone
Kaiserkrone

 
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Heraldik - Teil VI.

Wanner


...zwischendurch mal was anderes:

Durch die in letzter Zeit mehrfach eingehenden Mails mit den Fragen :
 
„Kann ich überhaupt ein Wappen führen?“ – oder
„Muß ich ein Wappen in eine Wappenrolle eintragen lassen?“
 
glaube ich, dass es angebracht wäre, diese Fragen vorab zu beantworten.
 
Grundsätzlich kann jeder ein Wappen führen.
Voraussetzung ist natürlich, dass das Wappen den heraldischen Grundsätzen entspricht.
Der Eintrag in eine Wappenrolle ist nicht zwingend vorgeschrieben
wird aber zum Schutz des Wappens empfohlen.

 

Ich will hier mal versuchen das wohl Wichtigste im Zusammenhang zu beantworten:

Die Rechtssprechung deutscher Gerichte schützt, nach § 12 BGB,  das Recht am Namen und sinngemäß auch das Recht am Wappen (Familien-und Ortswappen).
Nach § 12 BGB kann jeder berechtigte Träger eines Familiennamens einen anderen, der den gleichen Namen unberechtigt führt, die Weiterführung untersagen und die Beseitigung sonstiger Beeinträchtigungen seines Rechts verlangen. Dies gilt also sinngemäß auch für Wappen. Diese seit 1880 anerkannte Gleichsetzung des Namensrechts mit dem Wappenrecht ist heute gefestigte Rechtsüberzeugung.
(vgl. die Übersicht im Erläuterungswerk zum BGB von Soergel-Siebert, 11.Aufl. 1978, Anm. C III 7, Band Nr. 155 zu § 12, weiter die bei Beck, a.a.O.

§ 30 wiedergegebene Entscheidungen.)

Einen Rechtsschutz über die Grenzen der BRD hinaus, der also über den Geltungsbereich des BGB hinausgeht und sich auf fast alle Länder der Welt erstreckt, besteht auf Grund des Artikels 6 der Pariser Verbandsübereinkunft vom 20. März 1883 zum Schutz des gewerblichen Eigentums der Wappen des Bundes und der Bundesländer.
Interessant für den Privatmann, der den unerlaubten Gebrauch seines Wappens verhindern will ist wohl wirklich nur §12 BGB i.V.m. dem Schadensersatzanspruch aus §823 BGB oder dem Unterlassungsanspruch aus §1004 BGB.
(Eine juristische Beratung, im komplizierten  Paragraphen-Geflecht, steht mir nicht zu, wenden Sie sich daher besser an die Wappenrolle Ihres Vertrauens.)

Der Inhalt des Rechts am Wappen gibt seinem Inhaber wie bei anderen Kennzeichenrechten eine ausschließliche Befugnis zur Führung dieses heraldischen Zeichens; er kann jeden anderen Nichtberechtigten davon ausschließen. Seine Verfügungsbefugnis ist jedoch insoweit eingeschränkt, als er die Führungsberechtigung seiner Agnaten nicht beinträchtigen darf.

Gegenstand des Rechts kann nur ein solches heraldische Zeichen sein, das den herkömmlichen heraldischen Regeln entspricht und tatsächlich wappenmäßig geführt wird.

(also nicht etwa Phantasieerzeugnisse oder künstlerische Darstellungen die keine Kennzeichenfunktion haben.)

Daher ist eine Veröffentlichung des Wappens in einer Wappenrolle, die ja durch Auslegung in möglichst vielen öffentlichen und Staatlichen Archiven eine große Publizität erreicht, eine unerlässliche Voraussetzung.

 

Inhaber des Rechts am Wappen

können sowohl natürliche Personen als auch juristische Personen sein.
 
Das Recht am Familienwappen steht allen derzeit lebenden Nachkommen im Mannesstamm als Gemeinschaft zur gesamten Hand zu, sofern es sich durch Abstammung von einem Vorfahren im Mannesstamm erworbenen Wappen handelt. Daher ist auch die Verfügungsberechtigung der einzelnen Mitglieder der agnatischen Wappengemeinschaft entsprechend beschränkt.        
 
Der Erwerb eines Wappens

vollzieht sich durch Neuannahme oder bei Familienwappen auf Grund der gleichen familienrechtlichen Tatbestände, die den Erwerb des Familiennamens zur Folge haben. Die einschlägigen Vorschriften des BGB (Recht am Familiennamen) sind auf den Erwerb des Familienwappens sinngemäß anzuwenden.
Bei der Neuannahme eines Wappens durch natürliche oder juristische Personen ist der Ausschließlichkeitsgrundsatz zu beachten. (Unterscheidungskraft der Wappen ) Daher darf niemand ein Wappen annehmen, das von einem anderen geführt wird oder geführt wurde.

Die Annahme von Wappen ausgestorbener Geschlechter verbietet sich schon deshalb weil damit gegen den Grundsatz der Zeichenwahrheit verstoßen würde.

Es darf auch nicht der Eindruck erweckt werden als stamme das neu erworbene Wappen von dem Wappen der Familie ab die es früher führte.

 

Der Wappenstifter (Erwerber eines neuen Wappens)
legt in der Wappenurkunde fest wer dies neue Wappen führen darf:

alle ehelichen Nachkommen im Mannesstamm,

oder eheliche Töchter, solange sie den Familiennamen des Wappenstifters tragen.

Bei nichtehelichen Nachkommen besteht ein Recht zur Führung des väterlichen Wappens nur im Falle der Legitimation durch nachfolgende Eheschließung oder durch Ehelichkeitserklärung durch Staatsakt. (Standesamt)

Die Ehefrau führt heute das Wappen ihres Ehemannes, sofern sie dessen Namen trägt. Bei Scheidung der Ehe muß der Ehemann in sinngemäßer Anwendung des Grundsatzes der Verwirkung auch berechtigt sein, der Frau die Weiterführung seines Wappens zu untersagen.
 

Soweit mal in groben Zügen das nötigste.

Weiteres könnt Ihr aus der einschlägigen Fachliteratur entnehmen. Hierzu möchte ich besonders auf das „Handbuch der Heraldik“ (Wappenfibel) verweisen. Erschienen im Verlag Degener & Co., Neustadt an der Aisch
herausgegeben vom HEROLD, Berlin.   ISBN 3-7686-7014-7-

Hier wird sehr umfangreich und übersichtlich alles beschrieben.

Leider ist dies Thema etwas trocken – aber nötig !
                                                                           Bernhardus
In diesem Zusammenhang darf ich Euch nochmals auf die Vorschriften zur Wappenführung hinweisen. Ich kann und darf der Bitte so mancher Freunde der MA- Szene nicht nachkommen, ihnen ein altes Wappen aus meinen umfangreichen Sammlungen einfach „rauszukopieren“ um es dann auf dem Schild des Betreffenden bei einer Veranstaltung als das „Eigene“ zu präsentieren.
Bei aller Freundschaft und Sympathie für Euch , aber ich werde den Teufel tun und mich deshalb in die Nesseln setzen.

Ich bitte um Verständnis !


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Heraldik - Teil VII.

Kraft




Wappen der Stände:
 

Adel
Bürgerliche
Handwerker
Bauern



ADEL:

 

Die Wappen des hohen und niederen Adels  sind die ersten heraldischen Zeugnisse.

In den Grundzügen lässt sich auf den ersten Blick kein Unterschied zu anderen Ständen erkennen. Erst ab dem 16. Jahrh. wurde es üblich  dem Adel als äusseres Merkmal den Spangenhelm – oder Bügelhelm zuzuordnen. Auch entwickelte sich für den Adel mit der Zeit die entsprechenden Rangkronen als äusseres Merkmal. Wappenmäntel, Schildhalter waren Beiwerke die dem Adel vorenthalten blieben.

Die Aufhebung der Standesvorrechte, nach Artikel 109 der Weimarer Reichsverfassung von 1919, nach der die Gleichstellung erfolgte,  gestattete dem Adel aber weiterhin die typische Nutzung der heraldischen Zeichen wie Bügelhelm, Rangkronen und sonstige Prachtstücke.

 

BÜRGERLICHE:

Diese Wappen lassen sich schon seit Anfang des 13. Jahrh.  auffinden.
Mit zunehmendem Wohlstand der Bürgerschaft legten sich viele Wappen zu.
Hier wurden in den Schilderzeichnungen Sinnbilder der Berufe verwendet.
Zum Beispiel: Apotheker zeigten „Stößel“, Arzte den „Äskulapstab“, Händler die „Waage“.
 

 

HANDWERKER:

Die immer mehr an Wichtigkeit zunehmenden Zünfte, die ihren Einfluss in den Gemeinden und Städten festigten, brachten Zunftwappen und Handwerkerwappen hervor.
In den Schildzeichnungen wurden die Symbole des betreffenden Handwerks hervorgehoben.
Als Beispiel sei hier das Wappen der Schilderer genannt. Es zeigt drei Schilde für die Berufe des Anstreichers oder Tünchers, des Schildermalers und den des Schriftenmalers.
Diese ursprünglich einzelnen Berufssparten wurden zusammengefasst in der Zunft der Maler.


Dies Wappen wird heute von der Maler-Zunft geführt, auch Innung genannt.

Wobei teilweise die weniger schöne Abwandlung mit nur drei kleinen Schildern den  Innungsmitgliedern als „moderne“ Fassung empfohlen wird. Aber dies ist Auffassungssache der jeweiligen Innung. Die Versuche der Innungen alte Traditionen zu „modernisieren“ wird hoffentlich misslingen.

 

BAUERN:

Speziell in überwiegend landwirtschaftlichen Gebieten wie Niedersachsen, Friesland,  Bayern, Tirol und in der Schweiz konnte man schon zu Beginn des 14. Jahrh. Wappen von Bauern finden. Überwiegend wurden hier in der Schildzeichnung „Hausmarken“ gezeigt.
Im Laufe der Entwicklung und der fortschreitenden persönlichen Freiheit des Bauernstandes wurden auch hier die Wappenbilder immer mehr mit den Sinnbildern der Tätigkeit versehen.
Ährenbündel, Pflugscharen, Fässer oder Weintrauben, Sensen und ähnliche bäuerliche Handwerkszeuge.

Besonders die im Sprachraum von Bayern und Tirol gezeigten Wappen sind durch schmückendes Beiwerk auffällig.

 

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Heraldik - Teil VIII.

BilletEngl.



Bedeutet ein „von“ immer Adel ?

 

Um diese Frage beantworten zu können ist es erforderlich der ursprünglichen Bedeutung dieses Namenszusatzes nachzugehen.

Familiennamen haben ihren Ursprung in verschiedenen Bereichen, die sich in fünf Hauptgruppen einteilen lassen:


Der Zusatz "von" tritt dabei in den Herkunftsnamen und in begrenztem Umfang in Wohnstättennamen in Erscheinung. Die Präposition diente also früher schlicht und einfach nur dazu, Familiennamen nach der Herkunft zu bilden.
 
Herkunftsnamen

Bei Herkunftsnamen wurden zugezogene Menschen nach dem Ort ihrer Abstammung benannt. Bei den Herkunftsnamen aus Ortsnamen verwendete man dazu zunächst hauptsächlich die Präpositionen "aus" und "von". War beispielsweise ein Mann mit dem Rufnamen Hein aus dem Ort Lübeck zugezogen, so wurde er (an seinem neuen Wohnort) fortan als "Hein von Lübeck" oder "Hein aus Lübeck" bezeichnet. Derartige Umschreibungen, Zusätze und Beinamen "von [Ortschaft]" konnten schließlich zu Familiennamen werden, wobei die verwendeten Präpositionen anfangs noch stets dazugehörig waren.

Wohnstättennamen

Im Gegensatz zu den Herkunftsnamen wurden Wohnstättennamen vom Wohnsitz einheimischer Menschen abgeleitet. Auch in Wohnstättennamen kann die Präposition "von" vorkommen, da für die Bildung dieser Namen jedoch zum einen etliche Unterkategorien in Frage kommen und zum anderen neben dem Verhältniswort "von" auch mehrere andere Präpositionen benutzt wurden, findet sich das Wort "von" häufiger in den Herkunfts-, als in Wohnstättennamen.

Herkunftsnamen ohne "von"

Ab der Zeit, als die von der Herkunft abgeleiteten Beinamen, schließlich zu Familiennamen wurden, läßt sich der Trend erkennen, dass Präpositionen mehr und mehr weggelassen wurden. Bereits im 14./15. Jahrhundert überwiegen schließlich Herkunftsnamen, ohne Präpositionen wie "von". Im Niederdeutschen werden diese Namen fortan mit dem Suffix -mann gebildet, im Mitteldeutschen erscheint nur mehr der reine Ortsname, im Oberdeutschen wird die Endung -er angehängt. In unserem Beispiel wurde also aus dem Hein aus Lübeck nun entweder "Hein Lübecker", "Hein Lübeck" oder "Hein Lübeckmann". (Beispiel frei erfunden.)

Nichtadelige von-Namen

In manchen deutschsprachigen Regionen hat sich das "von" bei Nicht-Adeligen jedoch bis heute in einigen Familiennamen, die auf Herkunftsnamen zurückgehen, gehalten. Somit darf nicht automatisch auf eine adelige Herkunft geschlossen werden, wenn "von" im Namen auftaucht - womit wir unsere eingangs gestellte Frage beantwortet haben.

Adelige von-Namen

Es stellt sich abschließend die Frage, warum sich beim Adel das "von" dagegen besser bis in die heutige Zeit gehalten hat. Dafür sind folgende Gründe ausschlaggebend:

Zum einen war die adelige Bevölkerungsschicht überhaupt mit die erste, die einen Familiennamen trug, da diese vererbbaren Namen Erbansprüche auf Besitzverhältnisse zum Ausdruck brachten. Zudem wurden diese Namen des Adels praktisch überwiegend nur aus Wohnstättennamen geschöpft, um den (Land-)Besitz zu repräsentieren. Somit fällt ein sehr großer Teil der adeligen Namen fast ausschließlich in diejenige Kategorie der Familiennamen, in welcher die Präposition "von" Verwendung fand - im Gegensatz zu den nichtadeligen Namen, die ja aus allen fünf oben aufgeführten Hauptgruppen gebildet wurden.

Zum anderen verschwanden die Präpositionen zunehmend, wie oben geschildert. Beim Adel hielt sich das "von" jedoch zumeist, da es etwa ab dem 17. Jahrhundert als besondere Kenntlichmachung an Bedeutung gewann und gewissermaßen zum Adelsprädikat wurde. Als solches konnte es nun sogar ohne Angabe eines (Wohn-)Ortes verwendet werden.

Welche Namen sind adeligen Ursprungs und welche nicht?
Wie läßt sich nun feststellen, ob ein "von"-Name ein Adelsgeschlecht meint oder ein Name einer nichtadeligen Familie vorliegt? Das ist sicherlich eine Frage, die sich nicht immer leicht beantworten lassen wird. Um Gewissheit zu erlangen wäre es natürlich am besten, wenn die adelige Herkunft von Ahnen aus historischem Quellenmaterial hervorgehen würde. Das Aufspüren oder vielmehr Vorhandensein derartiger schriftlicher Zeugnisse wird wohl nicht in allen fraglichen Fällen erfolgreich bzw. möglich sein. Lohnend könnte auch die Suche in entsprechender Literatur sein. So gibt es beispielsweise Verzeichnisse in denen diverse Adelsfamilien(namen) aufgelistet sind. Derartige Bücher sind zum Teil in den Bibliotheken einzusehen. Exemplarisch sei hier das zweibändige "Adelslexikon" von Johann Christian von Hellbach (erschienen 1976) genannt. Eine Auflistung von nichtadeligen "von"-Namen findet sich in der FAQ vom Institut Deutsche Adelsforschung.

Weiterführende Seiten zum Thema Adel finden Sie unter:http://ahnenforschung.net/dir/de/adel/

...zusammengefasst und geschrieben von Herrn Christian Benz.

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Heraldik - Teil IX.

Reinecke
Wappenschwindel, Wappenhandel

 

Der Wunsch ein eigenes Wappen zu besitzen hat mit dem Ende des 18. Jahrh.,
als die staatliche Überwachung der Wappenführung eingestellt wurde, zahlreiche betrügerische „Wappenhändler „ hervorgebracht.

Diese sogenannten „Heraldischen Institute,, oder Wappen-Büros, siedelten sich meist in großen Städten an und machten mit der Eitelkeit vieler Zeitgenossen  blühende Geschäfte. Sie entnahmen aus alten Sammlungen Wappenzeichnungen, setzten den Namen des Interessenten darunter und verkauften dies dann als das „alte „ Familienwappen des Kunden.

Nach dieser Methode sind leider immer noch Firmen tätig. Diese operieren aus dem Ausland und sind mit dem deutschen Strafrecht leider nicht zu erreichen.
Besonders hat sich hier eine Firma „Steinadler„ hervorgetan, ebenso wie eine amerikanische Firma, die ein sogenanntes „ Familienbuch„ vertreibt.
Trotz vielfältiger Warnung in den Medien gelingt es immer wieder diesen dubiosen Firmen, ihre „Erzeugnisse„ an gutgläubige Kunden zu bringen.

Bei den deutschen Staatsanwaltschaften stapeln sich die Anzeigen.

(siehe auch: http://tipps.ahnenforschung.net/steinadler.html )
 
Leider nutzen noch viele Unternehmen die Unkenntnis der Interessierten aus
um hier mit ihren „Machwerken„ Umsätze zu machen.
 
Auch erlebe ich immer wieder, dass ein Kunde mir voll Stolz „sein altes Familienwappen„ präsentiert das schon seit Generationen in der Familie existiert.
Oft genug kann man dann schon an der Zeichnung erkennen woher dies Wappen stammt. Das Problem ist nun dem Kunden zu vermitteln, dass dies angeblich alte Familienwappen eine Fälschung ist. Die Enttäuschung darüber ist naturgemäß dann sehr groß.
Ein weiterer Betrug ist es dem Kunden vorzuspielen, dass dies „alte Familienwappen „ welches durch „reinen Zufall „ gefunden wurde, in der großen „Europäischen Wappensammlung „ eingetragen sei oder im „ Deutschen Archiv für Wappenkunde„.
Diese beiden Sammlungen haben nie existiert.
Auch wird oftmals das  „Mailänder Wappenbuch„ genannt, ebenso ein Schwindel. Die hierbei verwendeten  Wappenbeschreibungen sind reine Dichtungen die  meist in der Behauptung gipfeln: ....der Wappenstifter ist adeliger Herkunft...hat an Turnieren teilgenommen....usw..

Fake2 Neue Fälschung: Das Wappen stammt von einer US Firma "HALBERT'S" und wurde zusammen mit einem "FAMILIENBUCH" verkauft. Die Bestandteile des Wappens passen nicht zusammen: Schottischer Esquire-Helm, Blason, Elefantenrüssel statt Hörner. Als Quelle wurde der seriöse Rietstap genannt. Das Wappen ist unter dem angegebenen Namen dort aber nicht auffindbar. Das Wappen wirkt "zusammengestückelt" und die Helmzier ist verkümmert.
 
Ganz besonders tauchen auf Mittelalter-Messen und Ausstellungen solche dubiosen Wappenhändler auf.
Auch mit Prospektwerbung werden die meist unwissenden Kunden, mit großsprecherischen Versprechungen, angelockt.
Selbst in Kaufhäusern werden Kunden geworben.
Mittels Computer wird in minutenschnelle „Geforscht „ und aus irgendwelchen kopierten Sammlungen ein Wappen, das den gleichlautenden Namen des Kunden trägt, als dessen „altes Familienwappen „ angeboten und verkauft.
Natürlich ohne darauf hinzuweisen, daß "Namensgleichheit nicht auch Wappengleichheit" ist.
Der Kunde freut sich und ahnt nicht, daß er ein Wappen nach Hause trägt, zu welchem seine Familie kein Führungsrecht besitzt.
Wenn überhaupt ein schriftlicher Kaufvertrag zustande kommt steht irgendwo im Kleingedruckten der Hinweis, dass dies natürlich ohne Gewähr ist und der Kunde selber den Nachweis erbringen muß, dass das ihm ausgehändigte Wappen zu seiner Familie gehört.
Damit ist der Händler aus dem „Schneider „...und der gutgläubige Kunde hat ein Wappen...was das Papier nicht wert ist.
 
Eine andere Spezies die sich auf dem Markt tummeln:
Sogenannte „Heraldische Firmen „ mit teilweise sehr hochtrabenden Firmenbezeichnungen, die zwar korrekte Arbeit abliefern aber die Arbeit in Wirklichkeit von seriösen freien Heraldikern und Genealogen erstellen lassen um dann mit enormem Aufschlag diese Arbeiten unter eigenem Namen  weiter zu veräussern. Aufschläge mit bis zu 300% und mehr, sind keine Seltenheit.

Diese Firmen sind in Wirklichkeit Makler die keinerlei Risiko dem Kunden gegenüber eingehen und jegliche Verantwortung scheuen.

Hiervor kann nur gewarnt werden.

Gute Informationen sind auch auf der Seite des Kollegen  M. Waas zu lesen:
http://www.heraldik-heraldry.org/

...noch eine Anmerkung:

Ein besonders liebenswerter Kollege:

Ein Hamburger Heraldiker hält es für nötig, warum auch immer, auf seiner Seite im Netz,
(unter Wappenschwindel)
...hier werden zu Recht einige dubiose "Schwindel-Firmen" genannt...
andere seriös arbeitende heraldisch tätige Vereine und Foren gleichzustellen
und in die Nähe "einer Art Wappenmafia" zu setzten.
Dies dabei so sorgfältig formuliert, daß die angerufene Staatsanwaltschaft keinen Handlungsbedarf sieht.
In seiner Verblendung hat er wohl übersehen, daß diese von ihm so an den Pranger gestellten heraldischen Vereine (e.V.) und Foren,
alle auf der selben heraldischen Grundlage arbeiten, die auch er nutzt.
Sein eigener, von ihm mit Recht so hochgelobter heraldischer Verein, ("Herold") hat sich von dieser Vorgehensweise distanziert.
Hier ist der geneigte Leser aufgerufen den Sinn dieser Unterstellungen zu hinterfragen.
Das ebenfalls dort angesprochene und kritisierte "Siegel" ist ein verbandinternes Qualitätsmerkmal des IDW. ( Interessenverband Deutsche Wappen ),
welches die heraldische Arbeit seiner angeschlossenen Mitglieder bestätigt.
(Dies ruft Nachahmer auf den Plan....
Inzwischen laufen Bestrebungen des "Herold", ein eigenes "Zertifikat" zu erstellen.....! ) :lol:
Lesen Sie bitte hier :
http://www.deutsche-wappen.org/
Weitere Auskünfte über den Sachstand sind dort zu erfahren.

 

Wo aber den korrekten Heraldiker und Genealogen finden ?

Hier helfen die bekannten Wappenrollen eingetragener heraldischer Vereine (e.V.).
Diese vermitteln Adressen von freien künstlerisch tätigen Heraldikern und Genealogen.
 
Siehe auch  beim heraldischen Verein "Wappen-Löwe"
Wappen-Löwe
unter Kontakte.

Oder auch die Wappenrolle der "Heraldischen Gemeinschaft Westfalen"
http://www.westfalen-heraldik.de/

Münchner Wappen-Herold
http://www.muenchner-wappen-herold.de/index.htm

Wie natürlich auch der "Herold", Berlin
http://www.genealogienetz.de/vereine/herold/index.htm

oder "Kleeblatt"
http://www.zum-kleeblatt.de/

Ebenso die "Ostdeutsche Wappenrolle"
http://www.ostdeutsche-Wappenrolle.de

und natürlich auch der "Interessenverband Deutscher Wappen"
http://www.deutsche-wappen.org

Da der Begriff "Wappenrolle" nicht geschützt ist, sollten Sie unbedingt darauf achten, daß Sie nur Kontakt zu eingetragenen Vereinen (e.V.) aufnehmen. !
Dort sind Sie auf der sicheren Seite.!
Ansonsten laufen Sie in Gefahr bei dubiosen und unseriösen "Geschäftemachern" zu landen.


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Heraldik - Teil X.

Herold


Richtlinien zu Wappenführung und Wappengebrauch

   1. Das Wappen einer ausgestorbenen oder verschollenen Familie soll nicht unverändert angenommen werden.
       
         1. Der gleiche Familienname bedeutet nicht, daß der Familie das gleiche Wappen zusteht, wie ihre Namensvettern führen. Maßgebend für die Wappenführung ist die genealogische Stammfolge. Im Regelfall vererbt sich das Wappen nur innerhalb der männlichen Linien, es muß also Stammesgleichheit vorliegen.
         2. Es ist zu unterscheiden zwischen der
Letzteres kann geschehen bei der Verwendung sehr gebräuchlicher Wappenfiguren (von Berufen oder Namen abgeleitet), die nicht von einer einzelnen Familie oder bestimmten Personen beansprucht werden können. Unter Heranziehung einschlägiger Quellen sollte jedoch auf alle Fälle vermieden werden, daß neue Wappen wenigstens nicht mit Wappen blühender oder bekannter ausgestorbener Familien und nicht mit Staats-, Landes- oder Gemeindewappen übereinstimmen.

         3. Die Annahme eines Wappens durch die Ehegatten der Töchter oder deren Kinder kann nur dann als berechtigt angesehen werden, wenn die Besitznachfolge zu der im Mannesstamm ausgestorbenen Familie vorliegt, auch sie selbst bisher kein Wappen oder kein gutes geführt haben. Zur Differenzierung sind aber Änderungen durch Brisuren oder ggf. Wappenvereinigungen zu empfehlen.


 

   2. Das Wappen einer noch existierenden Familie soll ausschließlich von dieser unverändert geführt werden. Ist der Kreis der zur Führung Berechtigten nicht durch Überlieferung festgelegt, so muß die Abstammung von einem führungsberechtigten Mitglied der Familie vorliegen. Einschränkungen können lediglich durch ein nachweisbares Gewohnheitsrecht gelten.
       
         1. siehe Pkt. I. a) und b)
         2. Nach bisheriger Auffassung war zur Wappenführung nur ein Familienmitglied berechtigt, das ehelich geboren oder durch nachfolgende Heirat ehelich geworden ist. Uneheliche Kinder hatten keinen Anspruch auf das Wappen der namengebenden Familie, wie auch bei Adoptivkindern der Anspruch auf das Wappen des Adoptierenden verneint wurde. Aufgrund der neueren Gesetzgebung in der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere zum Namensrecht, hier §12 BGB, muß auch die Führungsberechtigung für Wappen überdacht werden, wenn auch die Auswirkungen nicht immer wünschenswert sind. Danach ist es u. a. möglich, daß die Ehegatten sich auf einen gemeinsamen Familiennamen einigen können, der sowohl der Name des Mannes wie auch der Name der Ehefrau sein kann. Mit der Annahme des Namens der Ehefrau als Ehenamen wird auch die bisherige Auffassung in der Wappenannahme in Frage gestellt, nach der sich Wappen nur innerhalb der männlichen Linie vererbten, bzw. allenfalls das männliche mit dem weiblichen vereinigt wurde. Die neue Ehenamensregelung muß aber auch für das Wappenrecht geltend gemacht werden, da der Wappenschutz analog dem Namensrecht in §12 BGB behandelt wird. Insbesondere in den Fällen aber, in denen der Ehemann den Namen – und damit u. U. das Wappen der Ehefrau – annimmt, sollte dieses Wappen keinesfalls ohne Beizeichen bzw. Brisuren oder Weglassungen weitergeführt werden. Im übrigen entspricht dies auch dem überlieferten Wappengebrauch. Bei besonders verbreiteten Namen, die an verschiedenen, aber auch an gleichen Orten unabhängig voneinander entstanden sind, empfiehlt es sich durch genealogische Nachforschungen Gewißheit zu verschaffen, ob es sich am gleichen Ort um ein und dieselbe Familie, oder aber nur um gleichnamige – jedoch verschiedene Familien handelt.

Anmerkung:
Kommentierung aus Palandt-Heinrichs (1.Buch. 1.Abschnitt):
Zu § 12 Namensrecht: "38. 7) Entsprechenede Anwendung. § 12 ist entspr anwendb auf das Wahrzeichen des Roten Kreuzes (BGH ZIP 94, 1473) u auf Wappen u Siegel (BGH 119, 237). Geschützt ist neben adeligen u bürgerl Wappen auch das von öffr Körpersch (BGH aaO). (...) Auch Bildzeichen findet § 12 (Entspr) Anwendg. sowie sie unterscheidgskräftig sind u sich im Verk als namensmäß Hinw. auf eine best Pers oder ein best Unternehmen durchgesetzt haben.



         3. Als „Überlieferung“ ist die Tatsache aufzufassen, daß ein ursprünglich einem bestimmten Familienzweig zustehendes Wappen mittlerweile auch von anderen Familienzweigen geführt wird. Dem Gewohnheitsrecht dürfte hier wesentliche Bedeutung beizumessen sein.


 

   3. Besteht zu einer Familie Stammesgleichheit, die Führungsberechtigung liegt aber nach den vorausstehenden Empfehlungen nicht vor, so kann ein ähnliches Wappen angenommen werden, wenn sich die Symbolik dafür eignet.
       
         1. siehe Pkt. I. a) und b)
         2. Diese Voraussetzung tritt ein
         3. Ganz wesentlich ist der Entstehungszeitpunkt eines Wappens. Er spielt gewissermaßen eine entscheidende Rolle in der Annahme eines Wappens bei Familien, die sich vor der Entstehung des Wappens in verschiedene Zweige aufgegliedert haben. Nach herrschender Ansicht sind die Familienzweige, die sich vor der Annahme des Wappens durch einen anderen Familienzweig eigenständig entwickelt haben, nicht zur Führung dieses Wappens berechtigt. Soweit es die Symbolik zuläßt – bei streng angelegter Betrachtung –, kann aber ein solches Wappen verändert durch Beizeichen, Weglassungen, Brisuren oder andere Farbgebung angenommen werden. Ist nach streng angelegten Maßstäben die Symbolik nicht geeignet, empfiehlt sich in jedem Fall eine Neuschöpfung, Abzulehnen ist die Führung eines Wappens durch Nachfahren eines Familienmitgliedes, das mit dem persönlichen Adel (nicht vererbbar!) das Wappen verliehen bekommen hat. Hier sollte unbedingt eine Wappenänderung erfolgen.
         4. Bei adoptierten Kindern sollte von dem Annehmenden – um Klarheit zu schaffen – zum Namen das Wappen ausdrücklich miteinbezogen werden. Es steht dann immer noch frei, dieses Wappen unverändert weiterzuführen oder zu ändern. Eine Änderung durch Beizeichen oder Brisuren ist in jedem Fall dann zu empfehlen, wenn neben dem Adoptivkind andere eheliche geborene Familienmitglieder, insbesondere Männer, die Familie weiterführen. Denkbar ist auch, daß das Adoptivkind das neue Wappen mit dem womöglich vorhandenen eignen bisherigen Familienwappen kombiniert.
         5. Uneheliche Kinder sollten dagegen keinesfalls das Wappen des Vaters unverändert führen, sofern sie nicht legitimiert oder als erbberechtigt erklärt werden. Vertretbar ist aber die Annahme des mütterlichen Wappens, ggf. auch in Kombination – ganz oder unter Verwendung von Symbolen – mit dem Wappen des Vaters.


 

   4. Führt eine Familie nachweisbar das Wappen einer anderen, nicht mit ihr verwandten Familie, kann sie es beibehalten, wenn diese Wappenführung bereits erhebliche Tradition beinhaltet und das Ablegen deshalb nicht mehr zugemutet werden kann; eine Wappendifferenzierung ist jedoch immer angebracht.
       
         1. Hier handelt es sich um Wappen, die womöglich schon durch mehrere Generationen hindurch als eigenes Familiensymbol angesehen und gebraucht wurden. Es kann auch der Fall vorliegen, daß ein solches Wappen z. B. als Firmenzeichen oder anderweitige Anwendung einem Teil der Öffentlichkeit zugänglich und bekannt wurde. Füglich kann das Gewohnheitsrecht hier gelten. Trotzdem wäre es besser, in diesem Fall das Wappen abzulegen und ein neues zu stiften, was durchaus heraldischem Gebrauch entspricht.
         2. Die Wappendifferenzierung ist aber immer angebracht. Oft werden hergebrachte Wappen „entstaubt“ und damit verbessert.
         3. siehe auch Pkt. II.b) 3. Absatz


 

   5. Läßt sich bei Nachforschungen kein der Familie eindeutig zuzuordnendes Wappen auffinden, erfolgt die Neuschöpfung. Jeder kann heute ein eigenes Wappen stiften und führen. Das neue Wappen soll sich aber deutlich von bereits bestehenden Wappen unterscheiden. Der oder die Wappenstifter haben die Möglichkeit, den Kreis der Wappenträger zu bestimmen.
       
         1. siehe Pkt. I. b)
         2. Bei der Neuschöpfung können Bezugswappen herangezogen werden, die sich von der Symbolik her jedoch eignen müssen. Solche Bezugswappen können sein:
         3. Weitere Symbole bei Neuschöpfungen sind aus typischen Eigenheiten innerhalb der Familien zu ziehen.
         4. Ein neues Wappen sollte veröffentlicht werden. Man wende sich hier an einen Heraldiker oder an einen Fachverein.
         5. Die Wappenneuschöpfung sollte nicht ohne Beiziehung eines empfohlenen Heraldikers geschehen.

Nachsatz

Es sollte bei allen Unterscheidungsmerkmalen der Wappen die allzu große Zersplitterung des Wappenwesens vermieden werden. Dem kann entgegengewirkt werden, daß ein Familienzweig anderen Zweigen – die kein Wappen besitzen – die Führung seines Wappens gestattet. Dies ist auch bei Neuschöpfungen möglich, wenn der Wappenstifter das neue Wappen so gestalten läßt, daß es auch für andere Familienzweige verwendbar wird, ggf. aber auch einem Grundgedanken entspricht, der durch Beizeichen oder Brisuren und Weglassungen oder Farbänderungen jedem Familienzweig die Führung differenziert ermöglicht.

Empfehlungen zur inhaltlichen Gestaltung                              von Wappen

  1. Die schwierigste Hürde ist der Wappenstifter selbst. Seine Wünsche werden letztendlich immer zum Tragen kommen, auch wenn es dem heraldisch Tätigen noch so gegen seine Empfindungen geht. Allerdings muss hier als Maxime von jedem akzeptiert werden: Geht das Durchsetzungsvermögen des Wappenstifters so weit, dass bei Ausführung seiner "speziellen Wünsche" das Wappen fern jeder ordentlichen heraldischen Formgebung steht, dann kann und darf einer Eintragung in die Wappenrolle nicht stattgegeben werden.

  2. Gegen die Verwendung traditioneller Elemente (insbesondere aus Wappen, die bereits in der Familie geführt wurden) ist im Grundsatz dann nichts einzuwenden, sofern die Symbolik sich dafür eignet - z. B. bei redenden Emblemen für den Familiennamen oder anderweitig passender Auslegung eines Symbols.

  3. Der redenden Namensumsetzung im neuen Wappen ist Vorrang einzuräumen. Allerdings sollte dann bei der Führungsberechtigung dieser Symbolik auch Rechnung getragen werden, dass das Wappen nur solange geführt werden darf, wie dazu auch der ursprüngliche Familiennamen existiert. Bei dessen Wegfall sollte auch das Wappen untergehen.

  4. Der Familienname sollte jedoch keinesfalls nur durch einen Buchstaben repräsentiert im Wappen stehen. Dies würde das Wesen eines Wappens grundlegend verkennen. Buchstabenabstrahierende Schildteilungen dagegen sind allerdings denkbar.

Abzulehnen sind in aller Regel Buchstaben aus fremden Schriften, um den Familiennamen auszudrücken, wie z. B. aus dem griechischen oder kyrillischen Alphabet oder gar Runen.

  1. Es dürfen vordringlich charakterisierend keine Elemente in einem neuen Wappen erscheinen, die falsche Rückschlüsse aufgrund bereits bestehender Besetzungen zuließen und die dem Wappenstifter einen Rang zuweisen wurden, den er nie in seinem Leben angestrebt hätte. Beispiele dafür sind Kreuze oder Anordnungen dieser Art, typische Symbole aus der Kommunal- oder Staatsheraldik etc.

  2. Schmuckelemente wie Damaszierungen, Helmdecken, Zierrat an den Helmen u. ä. können keinen Symbolcharakter im Wappen haben.

  3. Naturalistische Gestaltung in Darstellung, Proportionen oder Farben ist nicht erforderlich und oft unangebracht. Anders wären typisch "heraldisierte" Figuren wie Löwe, Rose oder Lilie gar nicht entstanden. Verzerrungen sind zulässig, möglicherweise im Einzelfall notwendig.

Abzulehnen sind Gegenstände aus dem modernen Leben wie Telefone, Eisen- und Straßenbahnen, Bildschirme, Computer und dgl., weil sie keine entsprechende Form zu Helm und Schild bilden. Sollen Elemente aus diesen Bereichen im Wappen ausgedruckt werden, müssen sie stilisiert erfolgen - traditionelle Symbole für Kommunikation z. B. gibt es.

  1. In jedem Fall sind Elemente mit ideologischem Charakter zu vermeiden, besonders Embleme mit Negativimage (z. B. Hakenkreuz).

  2. Das Wappen ist nach Prinzipien der Klarheit und Einfachheit anzulegen, d. h.
  1. Komplizierte Schildteilungen sind zu vermeiden. Schon eine Vierteilung ist in vielen Fällen überflüssig.
  2. Die Anhäufung vieler unterschiedlicher Symbole im Wappen verwirrt. Oft gibt es ganz einfache Methoden, in einer Figur mehrere Symboldeutungen zu vereinen.
  3. Die Blasonierung ist ein wesentliches Merkmal des Wappenwesens, deshalb muss jedes neue Wappen auch beschrieben werden können. Abenteuerliche Figurenzüge mögen manchmal ganz hübsch aussehen, sind jedoch in der heraldischen Fachsprache fast nicht mehr darstellbar. Es sind also Symbole oder Teilungen zu verwenden, die beschreibbar sind (das Gezeichnete soll auch verbal leicht wiedergegeben werden können).
  1. Die Verwendung von Berufssymbolen für den Wappenstifter sollte nur bedachtsam erfolgen. Gerade in der heutigen Zeit ist ein gerade ausgeübter Beruf morgen nicht mehr aktuell, manche Menschen wechseln sogar in ihrem Leben mehrmals ihre berufliche Tätigkeit. Die Einsetzung eines Berufssymbols in ein Wappen schildert dann nur noch eine Momentaufnahme, ohne für den Wappenstifter oder gar die Familie typisch zu werden.

Berufliche Bezüge sollten deshalb nur dann zur Verwendung gelangen, wenn

  1. es sich beim Wappenstifter um einen Gewerbetreibenden handelt, bei dem das Wappen auch beruflich zum Einsatz kommt,
  2. der Wappenstifter seinen früheren Beruf altersmäßig bedingt nicht mehr ausübt;
  3. der Wappenstifter einen Beruf hat, den er aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr aufgeben muss, z. B. Handwerksunternehmer, nicht unbedingt aber ein Handelsvertreter. Allerdings kann das (fortgeschrittene) Alter des Wappenstifters eine Rolle spielen, die eine Aufgabe des Berufes unwahrscheinlich werden lässt.
  1. Anders wiederum sieht es bei Berufen für die Vorfahren aus. Fast jeder kann Bauern unter seinen Vorvätern feststellen. Es ist daher nicht sonderlich originell, in einem neuen Wappen darauf Bezug zu nehmen. Die Einbringung von Berufen der Vorfahren sollte nur erfolgen, wenn
  1. ein sehr typischer Beruf eines bedeutenden Vorfahren geschildert werden soll, z. B. der Urgroßvater war ein berühmter Urwaldarzt,
  2. es sich um eine lange Reihe von Mitgliedern der Familie handelt, die den Beruf von Vater auf den Sohn weitervererbt haben oder es sich um einen Traditionsberuf im Familienverbund handelt, dem womöglich der Wappenstifter heute noch nachgeht, z. B. in der Familie besteht seit vier Generationen das Orgelbauerhandwerk.
  1. Die Einbringung von Hobbys in ein neues Wappen ist fragwürdig, da in aller Regel damit nichts Familientypisches verbunden werden kann.

  2. Helmkronen haben in modernen Wappen nichts mehr zu suchen. Dagegen kann der Bügelhelm auch heute in sogenannten "bürgerlichen Wappen" Verwendung finden, da der ständische Unterschied zwischen Bürgern und Adeligen nicht mehr existiert. Generell heißt das: Feudale Strömungen sind in neuen Wappen nicht mehr angesagt.



Auszug aus: Bericht über die Sitzung des "Symbolausschusses" am 17. Juli 1992, in: Der Wappen-Löwe. Jahrbuch 1991/92 und 8. Lieferung zur Wappenrolle, München 1992, S. 300-303



Oft wird die Frage gestellt:

Was ist eigentlich ein Wappenbrief ?

Hierzu wäre folgendes zu sagen ;

Eingetragene heraldisch tätige Vereine oder Gesellschaften (e.V. ),
die Wappen prüfen und in ihren Registern eintragen und aufnehmen, stellen diesen jeweiligen "Wappenstiftern" ein Dokument aus, die im Inhalt die
korrekte Wappengestaltung,
die Blasonierung (Wappenbeschreibung ),
die Symbolerklärung,
sowie die Führungsberechtigung , mit Registernummer festlegen.
Dies wird in der Vereininternen sogenannten "Wappenrolle"eingetragen und in den öffentlichen Archiven ausgelegt.
(in Buchform)
( Landes-und/oder Uni.-Bibliotheken )
Dadurch wird das Wappen unauslöschlich für diesen jeweiligen
Wappenstifter und dessen Familie festgelegt.
Beispiel eines Wappenbriefs:



Leider ist immer wieder festzustellen , daß sogenannte "Experten"
selbstverfaßte "Wappenbriefe" erstellen, die perfiderweise den Dokumenten der eingetragenen Wappenrollen sehr ähnlich sehen, weder bei einer "eingetragenen Wappenrolle" registriert oder eingetragen sind, noch in öffentlichen Archiven ausliegen.
Diese "Dokumente" sind nicht das Papier wert auf dem sie gedruckt wurden.
NEIN

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Heraldik - Teil XI.


Herold2



 

Was sind eigentlich Herolde ?

...ihr eigentlicher Ursprung (12. Jhdt.) aus dem Kreis der niederen Bediensteten, denen auch die Ministerialien entstammen, ist der Wissenschaft nicht bekannt. Fest steht nur, dass die Herolde durch das wachsende Bedürfnis für ihre Dienste und die Zunahme ihrer unentbehrlichen Dienste zu hohem Ansehen gelangten.

Ursprünglich waren sie als "Knappen vor dem Wappen" die Wegbereiter ihres Herrn. Ihr Aufgabengebiet umfasste die Überbringung von Botschaften, die Ankündigungen ihres Herrn auszurufen, wichtige Mitteilungen zu verkünden. Später wurden die Aufgaben größer und die Anforderungen höher. Es gehörte wohl zum guten Ton der adeligen Familien einen eigenen "Ausrufer" in Diensten zu haben.

Selbst Herausforderungen und Kampfansagen wurden von ihnen überbracht.

Diese Dienste waren bald unentbehrlich. Lesen, Schreiben und Organisationstalent waren wichtige Voraussetzungen. Mit den Anforderungen stieg auch das Ansehen der Herolde. Es bildeten sich Turniergesellschaften, deren Vorstände die Herolde waren. Sie richteten Turniere aus, stiegen in den diplomatischen Dienst auf, bildeten nachfolgende Herolde aus. Regelrechte Rangfolgen wurden aufgestellt, an deren Spitze die "Wappenkönige" standen.

Die Herolde trugen Amtsnamen, die meist von den Territorien, den Wappen ihrer Herrn oder von den Orden abgeleitet wurden.

Als Amtstracht trugen die Herolde einen mit dem Wappen ihres Dienstherrn geschmückten Rock, den sogenannten "Tappert".

Nur, wer dem prüfenden Auge des Herolds standhielt, wurde zum Turnier zugelassen. Es genügte nicht, einen wohlklingenden Namen zu tragen, der Herold prüfte selbst die Ahnenreihe (Ahnenprobe) des angemeldeten Ritters. Sein Wappen (gleichbedeutend mit Familie und Ruf)  musste untadelig sein.

Auch die Sitzordnung auf der Tribüne wurde vom Herold zugewiesen. Niemand durfte die Absperrungen überschreiten, selbst die Turnierteilnehmer nicht. Zum Turnier wurden nur Adelige zugelassen. Die Wappen, Schilde und Helme wurden ausgestellt, die Fahnen an den Quartieren postiert, alles wurde sorgsam überprüft. Widerspruch gegen die Anweisungen des Herolds konnten zum Ausschluss führen.

Mit dem Ende des 14. Jhdt. hat das Wappen seine ursprüngliche Bedeutung als Kennzeichnung auf Schild und Rüstung verloren. Es blieb jedoch bis heute als Symbol der Familie, Städte, Gesellschaften und Staaten erhalten. Erfreulich ist, dass die alten Werte der Wappensymbolik in den letzten Jahren wieder einen enormen Aufschwung erleben.

Die Wappenkunde, die der Herold besitzen musste heißt Heroldskunst,
lateinisch Ars Heraldica, die HERALDIK. In der heutigen Heroldskunst wird diese Berufsbezeichnung als HERALDIKER bezeichnet.

Quellen: Handbuch der Heraldik, Das Mittelalter, und andere verschiedene Handbücher.

                                                                             Schmitt
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Heraldik - Teil XII.


FÄLSCHER am WERK!

Wie unterscheide ich gefälschte von echten Wappen?

Nicht selten erreichen uns Anfragen von interessierten Forschern, die in den Papieren eines Nachlasses eines verstorbenen Verwandten ein Wappen gefunden haben. Es zeichnet sich aus meist durch eine künstlerisch mehr oder weniger anspruchsvolle Zeichnung eines Adelswappens. Dies erkennt man zum Beispiel durch eine Krone auf dem Helm oder durch eine Blasonierung (Wappenbeschreibung), in der behauptet wird, daß eine Familie XYZ adeliger Abstammung sei.

Die Probleme:

Handelt es sich nun bei diesen Wappen, deren adelige Attribute vorhanden sind, tatsächlich um historische Adelswappen? Nein, das ist nicht immer der Fall. Um diese Antwort ausführlicher zu gestalten, bedarf es eines kurzen Blickes in die deutsche Adelsgeschichte. Es ist bis heute noch nicht gelungen, eine Matrikel oder ein Verzeichnis aller der Familien zu erstellen, die in Deutschland bis 1918 zum Adel gehört haben. Die übergroße Anzahl von tatsächlichen und vermeintlichen Adelsfamilien, die beispielsweise durch Einwanderung entstanden ist, ließ eine solche Kontroll-Liste niemals zu.

Deswegen gab es einen großen Graubereich, ein Schattenreich, mit dem geschäftstüchtige Zeichner, Maler, Glasmaler, Graveure, Architekten und Staatsbeamte (sic!) ihren Lebensunterhalt verdienten. Sie boten unwissenden Laien, die zahlungskräftig waren, über ihre sogenannten "Wappenbüros" oder "Kunstanstalten" Wappen zu jeder gewünschten Familie an. Ihnen war es gleichgültig, ob es sich dabei um ein historisches Wappen oder um ein frei erfundenes heraldisches Zeichen handelte. Immer aber behaupteten sie, es handele sich um ein altes Wappen.

Hätten sie ihre Arbeit reell ausgefertigt und ein neues Wappen im Auftrag eines Interessenten entworfen, so wäre gegen ihre Tätigkeit, wenn sie denn auch noch zusätzlich fachlich versiert gewesen wäre, nichts zu sagen. Durch die Unterstellung einer angeblichen und doch nicht vorhandenen Vergangenheit aber war der Tatbestand der Fälschung eingetreten. Im späten 19. und frühen 20.Jahrhundert hatten diese Wappenbüros Hochkonjunktur und lieferten gutgläubigen Interessierten gegen Honorar gefälschte Wappen in Massen, die bis heute in vielen Nachlässen, im Antiquariatshandel oder auf Flohmärkten kursieren und immer noch gehörige Verwirrung schaffen.

Identifizierung

Wie aber unterscheidet man nun echte von falschen Wappen? Von eindeutigen Beweisen kann man nicht sprechen, wenn man versucht, ein gefälschtes Adelswappen zu identifizieren. Aber es gibt eine Reihe von Indizien, die stark dafür sprechen, daß es sich bei einem Wappen um eine reine Erfindung handelt:

Dies sind nur einige wenige Hinweise, durch die man recht sicher vermuten kann, daß es sich bei einem Wappen um eine Fälschung handelt. Absolute Sicherheit bringt jedoch nur eine durch einen Fachmann begutachtete Vorlage, wie sie beispielsweise vom Verein Herold in Berlin durchgeführt wird, der solche Wappenfälschungen seit Jahren sammelt. Der Fachmann kann beispielsweise auch erkennen, aus welcher Fälscherwerkstatt ein Wappen kommt. Indes ist eine absolute Feststellung einer Fälschung schwierig, denn da es kein Gesamtverzeichnis des Adels gibt, ist es nicht auszuschließen, daß es eine bestimmte Adelsfmilie, die vielleicht von einem Kleinstfürsten geadelt worden ist, nicht doch gibt.

(Auszug aus dem Adelsarchiv)

Und hier noch ein Hinweis:

Im Forum "Heraldik im Netz" können Sie an Diskussionen zur Heraldik teilnehmen.

http://heraldik-wappen.de/index.php


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Perservant


Presseberichte:
Süddeutsche Zeitung vom 9.2.2007

Trend zum Familienstammbaum

Opa war ein Henker

Die Genealogie, die Erforschung der eigenen Familiengeschichte, ist zum neuen Hobby der Deutschen geworden. Doch nicht alle sind mit den Ergebnissen zufrieden.
Von Arno Makowsky

Der Moment, als die Familie aus dem Schwäbischen alles über ihre Vorfahren erfuhr, muss ein Schock gewesen sein. Man hatte für viel Geld einen Genealogen engagiert, einen Familienforscher, der in alten Kirchenbüchern recherchiert und das Internet nach Zeugnissen der Vergangenheit durchforstet.

Bis ins Mittelalter war der Mann vorgedrungen; schließlich gab es Gerüchte, die Familie sei einst adelig gewesen. Und was kam heraus? Die Recherchen ließen leider keine Zweifel zu. Die Vorfahren waren über Generationen: Henker.

Als Claus Billet, der Familienforscher, diese Geschichte erzählt, muss er selbst lachen. "Die haben gesagt: Nein, das wollen wir nicht, hören Sie auf!" Erschwerend kam hinzu, dass die Kunden auf der Suche nach einem schönen Familienwappen waren, wie es vor Jahrhunderten bei Adeligen und in gehobenen bürgerlichen Kreisen üblich war.

Billet sollte herausfinden, ob die Familie einst so eines geführt hatte. Man kann sich ungefähr vorstellen, wie dieses Wappen ausgesehen haben muss: rotes Beil auf schwarzer Kapuze, oder so ähnlich. Jedenfalls nicht das, was man gerne im Bekanntenkreis herumzeigt.

Gefragte Ahnenforscher

Claus Billet betreibt Familienforschung ganz professionell. Eigentlich nennt er sich "Heraldiker", also Wappenkundiger, der die Informationen über die Vorfahren seiner Kunden dafür verwendet, um bunte Familienwappen oder kunstvoll verschnörkelte Stammbäume zu zeichnen.

Befragt, wie die Geschäfte laufen, sagt er gleich: "Wahnsinn! Den ganzen Tag läutet das Telefon." Wobei die meisten Leute nur von ihm wissen wollten, wie sie etwas über ihre Familie herausfinden können - "und wenn ich denen ein paar Tipps gegeben habe, höre ich nichts mehr von ihnen."

Dabei wären solche Menschen nicht auf die Hilfe dieses redlichen Experten aus dem schwäbischen Filderstadt angewiesen. Überall im Land mühen sich Vereine um private Ahnengeschichten, im Internet gibt es ein unüberschaubares Angebot an einschlägigen Seiten, und im Online-Buchshop "Amazon" können Interessierte unter mehr als 100 deutschsprachigen Gebrauchsanweisungen zum Thema wählen - vom Titel "Genealogie für Dummies" bis zum "Abenteuer Ahnenforschung". Ganz offensichtlich ist die Genealogie, die Erforschung der eigenen Familiengeschichte, zum neuen Hobby der Deutschen geworden.

Interesse auch bei den Jungen

Überraschend daran ist vor allem, dass die Suche nach den eigenen Wurzeln nicht mehr, wie früher, vor allem Rentner oder egomane Adelige umtreibt. Wenn der Freiburger Historiker Volker Jarren, der sich auf Genealogie spezialisiert hat, in Kirchenarchiven stöbert oder in Standesämtern recherchiert, trifft er immer öfter junge Menschen. "Ich bin überrascht, wie viele das Thema zu interessieren scheint", sagt er, "früher fragten mich die Leute an der Uni immer: ,Genealogie? Was ist das denn?’"

Nach wie vor hat dieser Begriff keinen guten Klang. Seit die Nazis von jeder deutschen Familie einen "Ariernachweis" verlangten, wird die "Geschlechterkunde" unselig mit der NS-Ideologie in Verbindung gebracht. Die genealogischen Vereine halfen damals bereitwillig mit, Kampfbegriffe wie "Sippe" und "überlegene Rasse" zu verbreiten. Von diesem Missbrauch hat sich die Genealogie lange nicht erholt. Immerhin dient der "Ahnenpass" der Großeltern vielen jüngeren Hobbyforschern als Grundlage für ihre eigenen Recherchen.

Das Gestrüpp der Familiengeschichte zu durchdringen - es wäre heute undenkbar ohne das Internet. Der Aufschwung der Genealogie hängt wohl vor allem mit den faszinierenden Möglichkeiten der Online-Welt zusammen. Jeder, der nur seinen Familiennamen bei Google eingibt, stößt sofort auf Spuren, Verweise, Querverbindungen.

Boom durch Online-Recherche

Ungezählte Genealogie-Seiten bieten dem Hobbyforscher die Möglichkeit, seinen eigenen virtuellen Stammbaum anzulegen, ihn mit Fotos und Geschichten anzureichern - und mit potentiellen Verwandten in Kontakt zu treten, per E-Mail natürlich: "Hallo, ich heiße auch Oberhuber. Bitte mailen Sie mir doch die Namen und das Geburtsdatum Ihrer Großeltern. Vielleicht sind wir ja verwandt!"

Wer sich auf diese Art auf die Suche nach der Vergangenheit macht, verliert sich schnell im Dickicht. Obskure Webseiten locken mit Dokumenten bis ins Mittelalter, garniert mit Bildern von Ritterrüstungen und Gedichten von Walther von der Vogelweide. Bei den meisten Anbietern landet man schnell im "kostenpflichtigen Premium-Bereich".

Hat die Suche beispielsweise ergeben, dass die Urgroßmutter um 1900 nach Amerika ausgewandert ist, gewährt die gut aufgestellte Genealogie-Software nach Wunsch sofort Einsicht in die Passagierlisten sämtlicher Ozeandampfer, die in jenen Jahren zwischen Hamburg und New York verkehrten. Das kostet knapp zehn Euro. Nicht allzu viel, aber dabei bleibt es ja meistens nicht: Wer bei der Passagierliste fündig geworden ist, recherchiert virtuell in New York weiter. Wer weiß, ob man nicht auf den reichen Onkel in Amerika stößt.

"Befriedigung eines detektivistischen Drangs"

Was bringt die Menschen dazu, unbedingt alles über ihre Herkunft wissen zu wollen? Und warum erfährt die private Ahnenforschung gerade jetzt einen Boom? Historiker Volker Jarren hat selbst festgestellt, dass die Möglichkeiten des Internets auch einen "detektivischen Drang" befriedigen: "Es ist so einfach, etwas zu erfahren. Früher musste man in eine fremde Stadt reisen, in Standesamtslisten suchen. Das fällt alles weg."

Neben diesem spielerischen Aspekt, so mutmaßt er, spiele vielleicht auch die moderne Lebensführung eine Rolle: Die Menschen sind mobil, Bindungen nicht so wichtig, Ehen werden leichter geschieden. Das einzig Verlässliche ist die eigene Familie.

Wo der Forscherdrang im Extremfall hinführen kann, lässt sich schön bei Rudolf Bertol besichtigen. Seit 15 Jahren spürt der ehemalige IBM-Manager der Geschichte des Namens Bertol nach. Im Keller seines Häuschens im oberbayerischen Seefeld hängen meterlange Stammbäume, Ahnentafeln und Fotos von Familientreffen. Daneben verwaltet er eine selbst erstellte Software mit Tabellen, Namen, Daten - es ist zum Schwindeligwerden.

Stammbaum mit 5000 Einträgen

Inzwischen hat der Mann weltweit fast 5000 Bertols recherchiert, und irgendwie hängen alle mit allen zusammen, sagt er. Zum letzten Bertol-Treffen in Saragossa sind hunderte Familienmitglieder gekommen, und um die Orientierung untereinander zu erleichtern, haben sie Namensschildchen mit unterschiedlichen Farben getragen. "Alle mit einem grünen Schild", sagt Rudolf Bertol begeistert, "die wussten, dass sie den gleichen Urgroßvater haben".

Auch beim schwäbischen Heraldiker Claus Billet hat die private Suche aufregende Ergebnisse gebracht. Es stellte sich heraus, dass er über mehrere Ecken mit dem Freibeuter Francis Drake verwandt ist. Überrascht war die Familie davon nicht: "Meine Frau hat sowas immer schon geahnt."

(SZ vom 09.02.2007)

Pressebericht der Filder-Zeitung
vom 14.2.2007

http://www.wappen-billet.de/forum/FilderZeitung.jpg

Hier der genaue Text:

Gewappnet für alle Fälle

Claus Billet weiß, wer was im Schilde führt: Der Heraldiker aus Bernhausen entwirft Familienwappen
Bernhausen. Genealogie kann eine
staubige Arbeit sein. Das Zurückverfolgen von Familiengeschichten, um Stammbäume und Wappen herzustellen, bedeutet oft mühsames Suchen in Archiven und Kirchenbüchern. Eine Arbeit, die nicht nur lautere Forscher lockt.

Von Frederike Poggel

Das mit Sir Francis Drake ist eher ein Witz. Zwischen Claus Billet und dem englischen Freibeuter liegen ein paar Ecken zu viel, um noch von Verwandtschaft sprechen zu können. 1420 heiratete Christiana Billet, die Tochter eines seiner Vorfahren, John Drake, und aus dieser Verbindung entstammte nach sieben Generationen Francis Drake.
Aber wenn er ehrlich ist, freut Claus Billet sich diebisch über die Geschichte. Und sie verfehlt ihren Zweck nicht: Spätestens nach derlei Erkenntnissen wird bei fast jedem zumindest ein Fünkchen Interesse geweckt an Genealogie. Das ist der sperrige Begriff, mit dem die Erforschung von Familiengeschichten bezeichnet wird, und der noch etwas schwerer über die Lippen geht, seit die Nazis ihre Rassenideologie damit stützten.
Claus Billet, der seit einigen Jahren in Bernhausen wohnt, ist aber mehr Heraldiker als Genealoge. Früher hat der gelernte Malermeister auch Stammbäume angefertigt; heute macht er fast nur noch Familienwappen, und das nach allen Regeln der Kunst. Der heraldischen, wohlgemerkt: "Es kamen schon Leute zu mir, die wollten einen Computer in ihrem Wappen haben. Oder einen Flugzeugträger", sagt Billet und schüttelt noch heute den Kopf. "Das ist absolut unheraldisch", sagt er. Weil ein Wappen in die Ritterzeit passen muss.
Zum Kampf gerüstete Clans haben sich als erste diese Art der Kennzeichnung erdacht. "Die waren so vermummt, dass irgendwann keiner mehr wusste, wer wo drinsteckt", sagt Billet. Das Wappen sorgte dafür, dass Familien sich nicht gegenseitig die Köpfe einschlugen. Wer es zu Unrecht trug, "der wurde einen Kopf kürzer gemacht".
So strikt wird das heute freilich nicht mehr gehandhabt, aber eingetragene Wappen sind laut bürgerlichem Gesetzbuch geschützt. Für einen Heraldiker bedeutet das: Bücher und nochmals Bücher wälzen. Es gibt regelrechte heraldische "Bibeln", in denen nach Namen geordnet jedes eingetragene Wappen gedruckt ist.
Hat Billet seine Idee für ein Wappen zu Papier gebracht, schickt er es zu einer der Gesellschaften, denen er angehört. Dort wird geprüft, ob alles korrekt ist; Billet macht es fertig, es wird wieder geprüft und dann erst eingetragen. Ein Haufen Arbeit, aber unabdingbar.
"Wappenschwindler gibt's wie Sand am Meer", sagt der 67-Jährige, der sich seit 50 Jahren mit Heraldik befasst. Wer will schon wissen, ob die teuer bezahlte Erforschung der Familiengeschichte ihr Geld auch wert ist? Ob ein Wappen, für das man um die 1300 Euro zahlt, den umfassenden Farb- und Stilregeln der Heraldik entspricht?
Einige Verbände ( hier sollte eigentlich VEREINE stehen ) planen gerade einen Bundesverband, den Interessenverband Deutsche Wappen. Der gibt bestimmte Richtlinien vor und will irgendwann alle seriösen Heraldiker vereinen. Bis dahin gilt: Kein Heraldiker bietet sich von sich aus an, der Wappenstifter kommt zu ihm. Außerdem sollte man sich zuvor Arbeiten zeigen lassen oder bei einer der heraldischen Gesellschaften rückfragen.
"So eine Arbeit ist Vertrauenssache", sagt Billet. Daran scheint es ihm nicht zu mangeln: Auf seinem Schreibtisch stehen zwei große Ordner. Sie sind prall gefüllt mit Anfragen von Menschen auf der Suche nach der Vergangenheit - und vielleicht dem Sir Francis Drake in ihrer Ahnengalerie.

INFO: www.wappen-billet.de

© 2007 Filder-Zeitung



Presseberichte zum "Billet'schen Schlösschen" zu Offenburg

So fing es einst an :
http://www.wappen-billet.de/forum/Schloesschen.jpg
nach Jahren der Überlegungen 
ging alles sehr schnell :
http://www.wappen-billet.de/forum/OT070507.jpg
http://www.wappen-billet.de/forum/Guller070506.jpg
http://www.wappen-billet.de/forum/OffenburgerZeitung.jpg

Schlösschen Billet

http://www.offenburg.de/html/villa_billet514.html


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